Einblicke in die „Innovationsorientierung der Forschung“

Projektvorstellung Transfer und Vermittlung von Wissen für umweltbewusste Jugendliche („EngageMINT“)

Am Donnerstag, den 26. März 2026 fand die digitale Vorstellung des Projekts „EngageMINT“ über Transfer und Vermittlung von Wissen für umweltbewusste Jugendliche statt. Das Projektkonsortium bestehend aus den beiden Leibniz-Instituten für Troposphärenforschung (TROPOS) und für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) sowie der Leibniz Universität Hannover (LUH) ging beim Online-Voting auf der Transferwerkstatt 2025 vergangenen November im BMFTR in Bonn als Sieger hervor und hatte so die Möglichkeit erhalten, das Projekt in der Reihe „Einblicke in ein Projekt der Förderlinie Innovationsorientierung der Forschung“ vorzustellen. Zunächst gab Frau Anne Wiesner vom TROPOS einen Überblick über das Projekt „EngageMINT“: Das Projekt knüpft mit geeigneten Instrumenten an emotional motivierte Umweltinteressen von Jugendlichen ab 14 Jahren an, um dadurch das Interesse an MINT-Fächern zu fördern. Frau Wiesner stellte in ihrer Einleitung die Vorarbeiten, die Motivation sowie die unterschiedlichen Teilvorhaben kurz vor, bevor in den weiteren Blöcken im Detail auf die Ergebnisse eingegangen wurde.

Im Fokus des Teilvorhabens der LUH, vorgestellt von Frau Louisa Weinhold, steht die Entwicklung und Implementierung eines Selbsteinschätzungsinstruments für den Transfer, um Jugendlichen zu ihren Interessensprofilen passende Inhalte zu vermitteln. Frau Weinhold führte an, dass dieses Instrument die soziale Eingebundenheit und den sozialen Austausch fördere und zur Übernahme von Verantwortung führe. Darüber hinaus rege es zu Kooperation mit anderen, zur Problemidentifikation und dem Erwerb anspruchsvoller Problemlösefähigkeiten an.

Im Zentrum des zweiten Teilvorhabens steht die Stärkung der Kompetenzentwicklung im Bereich Umweltwissenschaften und Umwelttechnologie bei Jugendlichen mittels eines Aufgaben- und Feedbacksystems. Ziel ist die Förderung von intrinsischer Motivation und Kompetenzen des wissenschaftlichen Denkens durch eine digitale Lernplattform und kompetenzbasiertes Gamification. Herr Thomas Gabor (IPN) stellte mit der Lernlandkarte ein spezifisches Gamification-Element vor und lud die Zuhörenden ein, diese in einer direkt anschließenden kurzen Pause online zu besuchen.

Danach stellte Frau Anne Wiesner schließlich aus dem dritten Teilvorhaben von TROPOS ein Lernmodul vor, womit es - durch die Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Konzepts und eines mobilen Messgeräts – niederschwellig und unkompliziert möglich ist, die Luftqualität zu charakterisieren und damit eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der MINT-Thematik für Jugendliche zu ermöglichen. Neben der Vorstellung der technischen Spezifikationen und Anforderungen an das Messkonzept erarbeitete sie im interaktiven Austausch mit den Zuhörenden eine Abschätzung der Feinstaubbelastung am Leipziger Hauptbahnhof bevor die digitale Projektvorstellung endete.